DeGPT FVTP Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung

DeGPT
Fachverband Traumapädagogik

Das Institut für Systemische Arbeiten ist Mitglied des Fachverbands Traumapädagogik. Unsere Weiterbildung ist nach dem Curriculum Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (www.degpt.de) und dem Fachverband Traumapädagogik (www.fachverband-traumapaedagogik.org/) zertifiziert.Curriculum:

https://www.degpt.de/fileadmin/all_user/download/weiterbildung-und-curricula/2025_FVTP_DeGPT_Curriculum_Traumapaedagogik_Traumazentrierte_Fachberatung.pdf

Wir bieten den Doppelabschluss an (also doppelte Zertifizierung: „Traumapädagogik“ und „Traumazentrierte Fachberatung“ nach 19 Tagen).

Zugangsvoraussetzungen

Berufliches Arbeitsfeld, in dem die Umsetzung traumapädagogischer Arbeitsweisen möglich ist. Für die Dachverbandszertifizierung gelten die Zugangsvoraussetzungen aus dem Curriculum: Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus verschiedenen psychosozialen und pflegerischen Handlungsfeldern. Voraussetzung ist der Abschluss einer mindestens dreijährigen Vollzeitausbildung an einer Fachschule oder ein Fachhochschul- bzw. Hochschulstudium in einem der folgenden Bereiche: pflegerisch-medizinisch, sozialpädagogisch, erzieherisch, sozialarbeiterisch oder therapeutisch. Die Ausbildung zum/zur Heilpraktiker:in wird als Zulassungsvoraussetzung nicht anerkannt, da die Weiterbildung ihren Fokus bewusst auf lebensweltorientierte Hilfen und nicht auf Psychotherapie oder heilkundliche Anwendungen legt.
Die Institute ist dafür verantwortlich, sowohl die persönliche als auch die fachliche Eignung der Teilnehmer:innen zu überprüfen und zu dokumentieren. Dies umfasst die Erfüllung der Zertifikatsvoraussetzungen auf Grundlage der beruflichen Vorqualifikationen vor Beginn der Weiterbildung. Die persönliche Eignung schließt insbesondere folgende Aspekte ein:
– Emotionale Belastbarkeit und Fähigkeit zur Selbstreflexion
– Mentalisierungsfähigkeit, insbesondere in Bezug auf die Bedürfnisse und Motive der Klient:innen
Darüber hinaus müssen die Teilnehmer:innen die Möglichkeit haben, praktisch mit (trauma-) belasteten Menschen zu arbeiten. Sie sollten zu Beginn der Weiterbildung mindestens ein Jahr Berufserfahrung (in Vollzeit) vorweisen können und bis zum Ende der Weiterbildung über mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem der unten genannten psychosozialen Handlungsfelder verfügen (vgl. Tabelle Curriculum online). Fachlich und zeitlich äquivalente Qualifikationen aus dem Ausland werden anerkannt.

Abschluss

Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Teilnahme an allen Modulen sowie eine Projektvorstellung und zwei anonymisierte Fallvorstellungen (je eine für den Bereich Traumazentrierte Fachberatung und Traumapädagogik), beides jeweils mündlich und schriftlich anhand eines vom ISA-Institut vorgegebenen Schemas vorzunehmen. Die Fallvorstellungen und das Projekt der Kandidatinnen sind durch Originaldokumente zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen der Klientinnen). Es sollte ein kurzes, explizites Feedback von der/dem Klient:in aus einer Expert:innen-Perspektive eingeholt und dokumentiert werden. Dies kann mündlich oder schriftlich erfolgen, beispielsweise in Form von Aussagen wie: „Das … hat mir geholfen.“ oder „Noch besser wäre es gewesen, wenn…“.
Alle Absolvent:innen der Weiterbildung werden von der DeGPT / FVTP anonymisiert zur Zufriedenheit mit der Ausbildung befragt.

Ziele

Die Weiterbildung verfolgt das Ziel, Fachkräfte zu befähigen, traumatisierte Menschen in allen Altersgruppen fachlich fundiert, sicher und lebensweltorientiert zu begleiten. Sie erwerben dafür psychotraumatologisches Wissen, lernen traumabezogene Dynamiken in Biografie, Beziehung und System zu verstehen und in ein traumasensibles Fallverstehen zu übersetzen.

Zentrale Lernziele sind der Aufbau einer traumasensiblen Haltung (Transparenz, Wertschätzung, Beziehungs- und Ressourcenorientierung, Partizipation und Selbstbemächtigung) sowie die Fähigkeit, Interaktionen, Übertragungsdynamiken und Krisen als „guten Grund“ zu deuten, statt sie zu pathologisieren. Die Teilnehmenden entwickeln Handlungskompetenzen in Stabilisierung, traumasensibler Beziehungsgestaltung, Beratung und Pädagogik, reflektieren systematisch ihre eigene Rolle, Belastung und Selbstfürsorge und können institutionelle Strukturen so mitgestalten, dass Sicherheit, Bindungsentwicklung, Selbstwirksamkeit und Resilienz von Klient:innen wie Fachkräften gefördert werden.

Methoden

Methodenvielfalt durch Vermittlung, Demonstrationen, Rollenspiele, Kleingruppenarbeit, Videosequenzen und Reflexion. Erlebnispädagogisches Gestalten zu Notfallkoffer, Sport, Theater und Musik.

Inhalte

  • Diese berufsbegleitende Zusatzqualifikation vermittelt psychosozialen Fachkräften fundiertes psychotraumatologisches Wissen und eine traumasensible Haltung für die Arbeit mit belasteten Menschen in allen Altersgruppen – von Kindern und Jugendlichen bis zu Erwachsenen. Im Mittelpunkt steht die lebensweltorientierte Unterstützung statt Psychotherapie: Sie lernen, Alltagsstrukturen, Beziehungen und Settings so zu gestalten, dass Sicherheit, Stabilisierung, Teilhabe und Bildungswege von Menschen mit Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen gestärkt werden.
  • Das Curriculum umfasst mindestens 96 Unterrichtseinheiten mit gemeinsamen Grundlagen zu Psychotraumatologie, Kindheitstraumata, Traumafolgestörungen (inkl. komplexer PTBS nach ICD‑11/DSM‑5), Phasenmodellen traumazentrierter Intervention sowie einem Überblick über traumaspezifische Behandlungsverfahren. Darauf aufbauend erwerben die Teilnehmer:innen im Doppelabschluss vertiefte Kompetenzen sowohl in der Traumapädagogik als auch in der traumazentrierten Fachberatung (jeweils mindestens 30 UE), ergänzt durch 24 UE fachspezifische Supervision mit Fallarbeit, Praxisreflexion und Selbstfürsorge. Behandelt werden u. a. traumasensible Beziehungsgestaltung, Umgang mit Dissoziation im pädagogischen Alltag, beziehungs- und resilienzorientierte Pädagogik, traumapädagogische Gruppenarbeit, traumazentrierte Beratung in unterschiedlichen Handlungsfeldern sowie traumasensible Elternarbeit und strukturelle Rahmenbedingungen zur Förderung von Bindung, Selbstwirksamkeit und Resilienz.

Kosten

2850.-€ sowie (optional) 50.-€ für das Dachverbandszertifikat

Umfang

15 Präsenztage (1. und 2. Tag 9.00 bis 18.00 Uhr, 3. Tag 9.00 bis 16.00 Uhr) und 4 Onlinetage (9.00 bis 16.00 Uhr), also 19 Tage (180 UE)

Termine 2026

Termine in Chemnitz 2026:

Neuer Durchgang: Chemnitz (nach Curriculum 2017) Anmerkung: diese Terminstruktur folgen dem Curriculum 2017. Die Struktur ab 2027 folgt dem Curriculum 2025 und wird sein: 5 Präsenzphasen und 4 Onlinetage.

1. 08.05. + 09.05.2026 I Präsenz M1
2. 04.06.2026I Online 1
3. 26.06. + 27.06.2026 I Präsenz M2
4. 01.09.2026 I Online 2
5. 25.09. + 26.09.2026 I Präsenz M3
6. 06.11. + 07.11.2026 I Präsenz M4
7. 14.12.2026 I Online 3
8. 08.01. + 09.01.2027 I Präsenz M5
9. 05.02.2027 I Online 4
10. 09.04. + 10.04.2027 I Präsenz M6
11. 03.06. – 05.06.2027 I Präsenz M7

Termine in Dresden 2026:  neu! (nach Curriculum 2017)

1. 30.09.-02.10.2026 I Präsenz M1
2.  30.10.2026 I Online 
3.  26.11. – 28.11.2026 I Präsenz M2
4.  15.12.2026 I Online 
5.  14.01. – 16.01.2027 I Präsenz M3
6.  23.02.2027 I Online
7.  22.03. – 24.03.2024 I Präsenz M4
8.  14.05.2027 I Online
9.  24.06. – 26.06. 2027 I Präsenz M5

Ort: https://hofgaertnerhaus.de/

Brühlscher Garten 4, Altstadt
01067 Dresden
Übernachtung möglich.

Anmeldung

  • für eine verbindliche Anmeldung nutzen Sie bitte unseren Anmeldebogen
  • für Anfragen melden Sie sich bitte per Mail office@isa-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371/23526445