DGSF-empfohlenene Einrichtung
Prozessbegleitung zur Zertifizierung
„DGSF-empfohlene systemisch-familienorientiert arbeitende Einrichtung“
https://systemische-einrichtungen.de
Nach den Richtlinien der Deutsche Gesellschaft für Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. DGSF
Wir unterstützen Sie bei der Zertifizierung zur DGSF-empfohlenen systemisch-familienorientiert arbeitenden Einrichtung mit Beratung, Prozessbegleitung, (Inhouse-)Weiterbildung.
Dies ist möglich für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen.
Die DGSF unterstützt Einrichtungen im psychosozialen Bereich – u. a. Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen – darin, eine systemisch-familienorientierte Arbeitsweise als verbindendes grundlegendes Arbeitskonzept in ihrer Arbeit mit Klient*innen, Patient*innen oder Bewohner*innen, deren Angehörigen und weiteren Netzwerken, deren Überweiser*innen und Nachbehandler*innen/-versorger*innen zu etablieren, zu pflegen und mit dieser Arbeit auch nach außen zu werben. Die Werbung erfolgt über die Internetseite www.systemische-einrichtungen.de und über zusätzliche Werbekampagnen. Die DGSF-Empfehlung für eine Einrichtung stützt sich neben der Anzahl systemisch fort- und weitergebildeter Leitungen/Fachleitungen und Fachmitarbeitenden/Pflege-/Betreuungsfachkräfte darauf, dass mehrere Einrichtungen sich gegenseitig besuchen, anhand einer Reflexionsliste systemische Prozessgestaltung ihre Arbeitsweise miteinander diskutieren und die Ergebnisse ihrer Besuche auf der o. a. Internetseite veröffentlichen. Hinzu kommt eine Selbstbeschreibung der Einrichtung („Wie arbeiten wir systemisch-familienorientiert?“ mit Angaben zur Organisationsstruktur).
Ein Qualifizierungsbaustein auf Ihrem Weg zur DGSF-Empfehlung:
Weiterbildung „Systemische Beratung kompakt“ – Inhouse-Qualifizierung für Ihre Einrichtung
10 Weiterbildungstage · 90 Unterrichtseinheiten · praxisnah · einrichtungsbezogen
Systemische Beratung richtet den Blick nicht allein auf Probleme, sondern auf Beziehungen, Ressourcen, Aufträge und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Weiterbildung unterstützt Fach- und Leitungskräfte dabei, systemisches Denken und Handeln verbindlich in der täglichen Arbeit zu verankern.
Das Inhouse-Format ermöglicht eine Qualifizierung, die unmittelbar an den Arbeitsfeldern, Fällen, Zielgruppen und Entwicklungszielen Ihrer Einrichtung ansetzt. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden eine fachlich fundierte, lösungs- und ressourcenorientierte Haltung für Beratung, Fallarbeit, Teamprozesse und die Zusammenarbeit mit Angehörigen sowie Kooperationspartner*innen.
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Leitungskräfte aus:
- Kinder- und Jugendhilfe
- Sozialer Arbeit und Eingliederungshilfe
- Pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern
- Pflege-, Betreuungs- und Senioreneinrichtungen
- Klinischen, therapeutischen und beratenden Kontexten
Ziele der Weiterbildung
Die Teilnehmenden erweitern ihre systemische Handlungskompetenz und lernen, komplexe Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen und lösungsorientiert zu gestalten.
Nach der Weiterbildung können die Teilnehmenden:
- systemische Grundhaltungen in ihre berufliche Praxis übertragen
- Aufträge, Anliegen und Erwartungen professionell klären
- Ressourcen, Kompetenzen und Bewältigungsstrategien sichtbar machen
- systemische Fragen gezielt einsetzen
- tragfähige Beratungsbeziehungen gestalten
- Familien, Bezugspersonen und soziale Netzwerke angemessen einbeziehen
- Fallbesprechungen und kollegiale Beratung systemisch strukturieren
- Konflikte, Krisen und Widerstände konstruktiv bearbeiten
- systemische Methoden für Team- und Organisationsprozesse nutzen
- konkrete Veränderungsimpulse für die eigene Einrichtung entwickeln
Inhalte
Systemische Grundlagen und Haltung
- Grundlagen des systemischen Denkens und Handelns
- Kontext-, Ressourcen- und Lösungsorientierung
- Wertschätzung, Allparteilichkeit und professionelle Neugier
- Perspektivwechsel, Hypothesenbildung und Mehrperspektivität
- Rollen, Grenzen, Aufträge und institutionelle Rahmenbedingungen
Systemische Gesprächsführung
- Kontaktgestaltung und Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen
- Auftragsklärung mit Klient*innen, Angehörigen und Auftraggebenden
- Zirkuläre, hypothetische, lösungsorientierte und skalierende Fragen
- Reframing und positive Konnotation
- Umgang mit Ambivalenz, Widerstand und unfreiwilligen Kontexten
- Zielklärung, Zukunftsorientierung und Abschluss von Beratungsprozessen
Systemische Methoden und Fallarbeit
- Ressourcen- und Ausnahmefragen
- Genogramm- und Netzwerkarbeit
- Familienbrett, Aufstellungen und Visualisierungsmethoden
- Skalierungen, Zielarbeit und Zukunftsprojektionen
- Systemische Fallbesprechung und kollegiale Beratung
- Arbeit mit konkreten Fällen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden
Team, Kooperation und Organisation
- Systemische Kommunikation in multiprofessionellen Teams
- Konfliktklärung und Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen
- Zusammenarbeit mit Angehörigen, Bezugspersonen und Netzwerken
- Einführung und Etablierung von Intervision im Team
- Reflexion von Macht, Verantwortung, Rollen und Zuständigkeiten
- Transfer systemischer Arbeitsweisen in den Einrichtungsalltag
Qualifizierungsbaustein auf dem Weg zur DGSF-Empfehlung
Die Weiterbildung kann als Qualifizierungsbaustein für Einrichtungen dienen, die sich auf den Weg zu einer DGSF-Empfehlung machen möchten. Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V. unterstützt Einrichtungen dabei, eine systemisch-familienorientierte Arbeitsweise als erkennbares Qualitätsmerkmal zu entwickeln und nachhaltig zu sichern. https://dgsf.org/zertifizierung/dgsf-empfohlene-einrichtungen/informationen
Rahmen und Durchführung
Die Weiterbildung kann zum Beispiel in fünf zweitägigen Modulen oder in zehn einzelnen Fortbildungstagen umgesetzt werden. Zwischen den Modulen werden Praxisaufträge, kollegiale Beratung und Fallreflexion angeregt, damit die Inhalte nachhaltig im Arbeitsalltag wirksam werden.
Nutzen für Ihre Einrichtung
- Gemeinsame systemische Haltung und fachliche Sprache im Team
- Mehr Sicherheit in Beratung, Fallarbeit und Angehörigenarbeit
- Stärkung von Ressourcen-, Lösungs- und Netzwerkorientierung
- Professioneller Umgang mit Konflikten, Krisen und komplexen Situationen
- Verbesserung der multiprofessionellen Zusammenarbeit
- Nachhaltige Etablierung von Fallreflexion und kollegialer Beratung
- Konkrete Unterstützung bei der Entwicklung einer systemisch-familienorientierten Einrichtungskultur
Systemisch arbeiten heißt, Menschen nicht auf ihre Schwierigkeiten zu reduzieren, sondern gemeinsam mit ihnen Ressourcen, Beziehungen und neue Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.
Dipl.-Psych. Matthias Freitag, Dipl.-Soz. Päd. Rita Freitag Mobil 0178/8831110
E-Mail: info@isa-chemnitz.de
